Jede Methode hat blinde Flecken.
Agil allein? Schnell, aber orientierungslos.
Sprints ohne Governance erzeugen Geschwindigkeit — aber kein Ziel.
Klassisch allein? Stabil, aber starr.
Pläne ohne Anpassungsfähigkeit brechen an der Realität.
Und KI? Ohne Verantwortung nur Automatisierung.
Technologie ohne Governance ist ein Risiko.
Drei Welten. Ein Framework.
HIPM vereint die Stärken — und löst die Schwächen.
Scrum
Agilität & Feedbackschleifen
- Iterative Sprints
- Team-Selbstorganisation
- Inspect & Adapt
- Wertorientierung
IPMA/ISO
Governance & Verbindlichkeit
- Formale Projektlegitimation
- Stakeholder-Management
- Qualitätssicherung
- Gate-basierte Entscheidungen
Generative KI
Unterstützung mit klaren Grenzen
- Human-in-the-Loop
- Automatisierung wo sinnvoll
- Transparenz & Nachvollziehbarkeit
- Grenzen statt Carte blanche
Das 5-Phasen-Modell
Klicke auf eine Phase für Details
Prüfen, ob es etwas zu planen gibt
Aus einem Auftrag wird ein Bauplan
Liefern und melden
Phase 4 läuft parallel — kein eigener Abschnitt
Messen, bewerten, steuern
Übergeben, abschließen, lernen
Drei Rollen. Klare Verantwortung.
Jede Rolle hat ihren Platz — und ihre Grenzen.
Project Master
Governance, Reporting & Verbindlichkeit
Tut:
- Klärt und sichert den Projektauftrag
- Definiert Governance-Grundstruktur
- Überwacht Fortschritt und Qualität
- Verantwortet Stakeholder-Kommunikation
- Trägt Gate-Entscheidungen
Tut nicht:
- Keine Detailplanung oder Methodenwahl
- Keine operative Steuerung der Teams
- Kein Micromanagement
Anti-Pattern
“Der Project Master plant Arbeitspakete statt Entscheidungsstrukturen.”
Agile Master
Methodik, Anpassung & Teamarbeit
Tut:
- Schafft gemeinsames Arbeitsverständnis
- Designt die Umsetzungsarchitektur
- Facilitiert Iterationszyklen
- Schützt Team vor Scope Creep
- Dokumentiert Lessons Learned
Tut nicht:
- Kein Festlegen von Sprints vor Architektur
- Keine inhaltliche Verantwortung für Ergebnisse
- Keine Governance-Aufgaben
Anti-Pattern
“Der Agile Master verkauft Scrum, bevor klar ist, ob es gebraucht wird.”
Artificial Master
KI-Einsatz, Automatisierung & Grenzen
Tut:
- Analysiert wo KI sinnvoll unterstützen kann
- Prüft technische Machbarkeiten
- Definiert Grenzen des KI-Einsatzes
- Betreibt und wartet den KI-Toolstack
- Dokumentiert Human-in-the-Loop-Entscheidungen
Tut nicht:
- Keine eigenständige Tool-Einführung
- Keine Bewertungen mit Entscheidungscharakter
- Keine Erweiterung ohne Freigabe
Anti-Pattern
“Der Artificial Master bewertet, statt bereitzustellen — und die Einordnung findet nicht mehr statt.”
Qualität durch bewusste Entscheidungspunkte.
Vier Tore sichern den Fortschritt — DO und REVIEW teilen sich das dritte. Klicke auf ein Tor für Details
Soll dieses Projekt durchgeführt werden?
Prüfkriterien
- 1Vollständigkeit — Alle vier Dokumente liegen mit gefüllten Pflichtangaben vor. Begründete Fehlanzeigen sind zulässig.
- 2Zielqualität — SMART vollständig, CLEAR bewertet, PURE ohne offenen Einwand unter Ethical.
- 3Wirtschaftlichkeit — Der erwartete Nutzen steht in vertretbarem Verhältnis zur Budgetspanne, die Finanzierungsherkunft ist geklärt.
- 4Machbarkeit — Personal und Sachmittel sind im Zeitraum verfügbar, die Qualifikation ist vorhanden, aufbaubar oder beschaffbar.
- 5Risikotragfähigkeit — Die nach Maßnahmen verbleibenden Klasse-C-Risiken sind für die Organisation tragbar.
- 6Strategischer Fit — Das Vorhaben passt zur Ausrichtung, oder es liegt eine begründete Ausnahme vor.
Hold
Eine benannte Voraussetzung fehlt. Nur zulässig mit drei Angaben: was fehlt, wer es beschafft, bis wann erneut entschieden wird. Ohne diese drei Angaben ist es ein verdecktes No-Go.
No-Go
Das Vorhaben wird nicht durchgeführt. Kein Scheitern der Phase, sondern ihr Erfolg — sie hat mit begrenztem Aufwand eine Fehlinvestition verhindert.
Ausschlusskriterium
Ein offener Einwand unter Ethical aus der PURE-Prüfung ist ein Ausschlusskriterium und nicht durch andere Kriterien aufwiegbar.
Ist der Plan tragfähig genug, um mit der Umsetzung zu beginnen?
Prüfkriterien
- 1Vollständigkeit — Alle Ergebnisse aus grün.1 bis grün.5 liegen vor, die Prüfkriterien der einzelnen Schritte sind erfüllt.
- 2Schlüssigkeit des Vorgehens — Jeder Projektanteil ist begründet zugeordnet, die Schnittstellen sind ausgestaltet — insbesondere die Festlegungszeitpunkte.
- 3Belastbarkeit der Planung — Aufwände sind von den Verantwortlichen geschätzt und mit Annahmen dokumentiert.
- 4Ressourcendeckung — Jedes Arbeitspaket ist namentlich zugeordnet, die 75-Prozent-Grenze ist eingehalten, Verfügbarkeitszusagen liegen mit Umfang und Zeitraum vor.
- 5Kostendeckung — Die Kostenplanung liegt innerhalb der Budgetspanne, eine Kostenreserve ist gebildet.
- 6Risikotragfähigkeit — Präventive Maßnahmen sind als Arbeit eingeplant, jeder Auslöser hat einen benannten Beobachter.
- 7Steuerbarkeit — Messregeln, Kennzahlen, Berichtstakt, Änderungsprozess und Eskalationsschwellen sind festgelegt.
Hold
Der Regelfall bei unzureichender Planungsreife. Die Planung wird nachgebessert, nicht das Projekt in Frage gestellt. Typische Anlässe: fehlende Verfügbarkeitszusagen, unbelastbare Schätzungen, ungeklärte Schnittstellen.
No-Go
Selten und inhaltlich anders als in START: nicht „die Planung trägt nicht“, sondern „die Grundannahmen sind nicht haltbar“. Vorher ist stets zu prüfen, ob eine Umfangsreduzierung entlang der Prioritätsbänder das Vorhaben tragfähig macht.
DO
produziert und meldet
REVIEW
bewertet und steuert
laufen parallel, ein gemeinsames Tor
Ist das Ergebnis so weit, dass es übergeben werden kann?
Prüfkriterien
- 1Erfüllung der Must-Anforderungen — Jede Must-Anforderung ist umgesetzt und abgenommen. Das einzige Kriterium ohne Ermessensspielraum.
- 2Stand der Should- und Could-Anforderungen — Nicht umgesetzte Anforderungen sind kein Mangel, sondern das Ergebnis der Priorisierung. Der Sponsor entscheidet über Entfall oder Folgevorhaben.
- 3Mängelstand — Kein blockierender Mangel ist offen. Wesentliche Mängel sind mit Termin und Verantwortlichem erfasst.
- 4Abnahmen — Jedes Arbeitspaket und jeder abgearbeitete Backlog-Eintrag ist gegen Abnahmekriterien und Definition of Done abgenommen.
- 5Schnittstellen — Alle Übergaben zwischen klassischen und iterativen Anteilen haben stattgefunden.
- 6Rahmenlage — Termin, Kosten und Risiko bei Abschluss, einschließlich verbleibender Klasse-C-Risiken und des Verbrauchs von Puffer und Reserve.
Hold
Der Regelfall bei unvollständiger Umsetzung. Besondere Folge: Die Fortsetzung verbraucht Kapazität und Budget, die für GOAL vorgesehen waren.
No-Go
Die seltenste und schwerwiegendste Entscheidung — Abbruch, obwohl erhebliche Mittel verbraucht sind. Das Vorhaben geht dennoch nach GOAL, zum geordneten Abschluss und zu den Lessons Learned.
Ausschlusskriterium
Eine offene Must-Anforderung schließt ein Go aus.
Ist das Projekt vollständig abgeschlossen?
Prüfkriterien
- 1Gesamtabnahme — Die schriftliche Abnahme liegt vor, mit benannten Vorbehalten.
- 2Übergabe — Die Übergabe ist erfolgt und vom Betriebsverantwortlichen bestätigt.
- 3Abschluss — Kosten, Verträge und Ressourcen sind abgeschlossen, das Risikoregister hat je Eintrag einen Endzustand.
- 4Erkenntnisse — Die Erkenntnisse sind ausgewertet und nach festem Raster in die Wissensbasis eingespeist.
Hold
Einer der vier Prüfpunkte ist offen. Die Entlastung wird vertagt, bis er erfüllt ist.
No-Go
An diesem Tor nicht vorgesehen. Eine verweigerte Gesamtabnahme führt zurück nach orange.7, nicht zu einem No-Go.
KI unterstützt. Der Mensch entscheidet.
Human-in-the-Loop als Designprinzip
KI darf
Projektauftrag strukturieren
Wandelt unstrukturierte Eingaben in standardisierte Formate — der Mensch prüft das Ergebnis.
Risiken clustern und Frühwarnungen auslösen
Mustererkennung über große Datenmengen ist eine KI-Stärke — die Bewertung bleibt beim Team.
Statusberichte und Dashboards generieren
Aggregation und Visualisierung von Projektdaten spart Stunden manueller Arbeit.
Lessons Learned clustern
Erkennt wiederkehrende Muster in Retrospektiven, die manuell oft übersehen werden.
Entscheidungsvorlagen aufbereiten
Strukturiert Optionen mit Pro/Contra — die Entscheidung selbst trifft der Mensch.
KI darf nicht
Ziele festlegen
Projektziele erfordern strategisches Urteilsvermögen und Stakeholder-Konsens.
Prioritäten final entscheiden
Priorisierung bedeutet Wertentscheidungen — nur Menschen tragen die Konsequenzen.
Verantwortung übernehmen
Accountability ist nicht delegierbar — jede Entscheidung braucht einen menschlichen Verantwortlichen.
Qualitätsfreigaben erteilen
Gate-Entscheidungen sind verbindlich. KI liefert Daten, aber kein Mandat.
Eskalationsentscheidungen treffen
Eskalationen haben politische und menschliche Dimensionen, die Kontext erfordern.
KI in jeder Phase
Ein Use Case pro Phase — slide für mehr
Automatisches Stakeholder-Mapping
Generiert Stakeholder-Matrix (Einfluss x Betroffenheit) aus Projektbeschreibung und Organigramm
Was die KI tut
- 1Analysiert Projektdokumente auf beteiligte Gruppen
- 2Erstellt Einfluss-Betroffenheits-Matrix
- 3Schlägt Kommunikationskanäle vor
Human-in-the-Loop
Project Master validiert und ergänzt die Stakeholder-Liste
Was HIPM von bestehenden Modellen unterscheidet.
Sieben Merkmale im direkten Vergleich — klicke auf eine Zeile für Details
| Merkmal | Scrum | PRINCE2 / IPMA | SAFe | HIPM |
|---|---|---|---|---|
Agilität Fähigkeit, auf Veränderungen im Projektverlauf flexibel zu reagieren. | ||||
HIPM-Ansatz Je Projektanteil wird begründet entschieden, ob klassisch oder iterativ gearbeitet wird. Der Agile Master verantwortet die iterativen Anteile — HIPM bindet sich dabei an kein Framework. | ||||
Governance Strukturierte Entscheidungswege, Verantwortlichkeiten und Eskalationspfade. | ||||
HIPM-Ansatz Vier Tore mit echten Prüfkriterien, Hold- und No-Go-Regeln. Die Entscheidung trifft der Project Sponsor und ist nicht delegierbar — wer eine Phase durchführt, entscheidet nicht über ihr Ergebnis. | ||||
KI-Integration Systematischer Einsatz von KI als Werkzeug im Projektmanagement. | ||||
HIPM-Ansatz Eigene Rolle (Artificial Master), definierte Einsatzgrenzen, Human-in-the-Loop als Designprinzip. KI generiert — der Mensch entscheidet. | ||||
Phasenmodell Klare Projektphasen mit definierten Übergängen und Meilensteinen. | ||||
HIPM-Ansatz Fünf Phasen mit ISO-Verankerung: START → PLAN → DO ‖ REVIEW → GOAL. DO und REVIEW laufen parallel und teilen sich ein Tor. Jede Phase hat eigene Artefakte und Rollen-Schwerpunkte. | ||||
Rollenklarheit Eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten ohne Überschneidungen. | ||||
HIPM-Ansatz Drei Rollen mit expliziten 'Tut'- und 'Tut nicht'-Listen plus dokumentierten Anti-Patterns. Keine Rollenkonflikte durch klare Grenzen. | ||||
Skalierbarkeit Einsetzbarkeit für unterschiedliche Projektgrößen und Teamstrukturen. | ||||
HIPM-Ansatz Optimiert für KMU-Projekte (5–30 Personen). Governance-Struktur skaliert über Phasen-Tiefe, nicht über Framework-Schichten. | ||||
ISO-Konformität Verankerung in internationalen Standards für Projektmanagement. | ||||
HIPM-Ansatz Basiert auf DIN EN ISO 21500, DIN 69901, ISO 31000 und dem Agilen Manifest. Standards sind eingebettet, nicht aufgesetzt. | ||||
Hybridität ist kein Kompromiss — sondern Designprinzip.
KI-Einsatz mit Grenzen statt blinder Automatisierung.
Rücksprünge sind Qualitätsmerkmale, kein Scheitern.
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